Sat Nam – Die Wirklichkeit hinter den Bildern
Sat Nam – Wer bin ich, wenn die Bilder verschwinden?
Heute hat mich ein Thema durch den ganzen Tag begleitet.
Eigentlich begann es schon gestern in einem Gespräch mit einer Freundin. Und heute tauchte es wieder auf – mitten in meiner Yogastunde, als wir gemeinsam das Mantra Sat Nam gechantet haben.
Sat Nam wird oft mit „Ich bin“ übersetzt.
Doch wenn man genauer hinsieht, steckt darin viel mehr.
Sat bedeutet Wahrheit. Wirklichkeit. Das, was unveränderlich ist.
Nam bedeutet Identität, Wesen oder Name.
„Sat Nam“ ist ein Mantra aus der Kundalini-Yoga-Tradition und wird oft während der Meditation, beim Yoga oder in der täglichen Praxis verwendet. Es setzt sich aus zwei Sanskrit-Wörtern zusammen: „Sat“, was „Wahrheit“ oder „Essenz“ bedeutet, und „Nam“, was „Name“ bedeutet. Zusammen kann es als „Ich bin Wahrheit“ oder „Wahrheit ist mein Name“ interpretiert werden. Dieses Mantra lädt dazu ein, die eigene authentische Natur anzuerkennen und sich mit der inneren Wahrheit zu verbinden. Es fördert das Bewusstsein und die Verbindung zur eigenen Spiritualität und kann helfen, innere Ruhe und Klarheit zu finden.
Zusammen könnte man sagen:
„Wahrheit ist meine Identität.“
Oder:
„Ich erinnere mich daran, wer ich wirklich bin.“
Und genau diese Frage beschäftigt mich gerade.
Die letzten Wochen waren für mich nicht immer einfach. Gesundheitliche Themen haben mich beschäftigt. Es gab Untersuchungen, Momente der Unsicherheit und auch die eine oder andere Schreckensmeldung, die sich später glücklicherweise als unbegründet herausstellte.
Doch selbst wenn sich eine Befürchtung nicht bestätigt, passiert etwas Interessantes:
Für einen Moment öffnet sich die Tür zum Worst Case.
Man schaut hinein. Man sieht plötzlich Möglichkeiten, über die man vorher gar nicht nachgedacht hätte. Der erste Impuls ist oft Schock. Der zweite ist Angst.
Und irgendwann kommt die Frage: Was wäre, wenn?
Und noch wichtiger: Wer wäre ich dann?
Vielleicht war genau das die eigentliche Einladung dieser Situation.
Nicht die Angst, sondern die Erinnerung – daran, dass das Leben nicht immer unseren Vorstellungen folgen muss.
Wir verbringen unglaublich viel Energie damit, Bilder aufrechtzuerhalten. Bilder davon, wie Gesundheit aussehen soll, wie Erfolg aussehen soll, wie Beziehungen aussehen sollen. Wie Harmonie? Vor allem wir Frauen scheinen oft gelernt zu haben, auszugleichen, zu vermitteln, für andere da zu sein, zu nähren, zu helfen, zu tragen. Und natürlich hat all das seinen Wert. Doch manchmal wird daraus eine Falle. Wir kümmern uns um alle anderen und verlieren dabei den Kontakt zu uns selbst. Wir versuchen ständig, Balance herzustellen, aber vielleicht haben wir Balance missverstanden. Balance bedeutet nicht, dass immer alles „gleich viel“ sein muss.
Yin und Yang sind keine mathematische Gleichung. Wenn jemand von seiner Natur her feurig ist, wird er niemals ausschließlich Wasser sein können. Man spricht hier von „Konstitution“, oder in der Astrologie von einem Geburtschart.
Wenn jemand kreativ, leidenschaftlich und intensiv ist, wird er nie völlig ruhig, kontrolliert und sachlich werden. Ja, vielleicht in manchen Momenten, aber sein Temperament wird immer kreativ, leidenschaftlich und intensiv bleiben. Balance heisst in diesem Fall: nicht hitzig, überhitzt und überintensiv.
Das erinnert mich an einen Gedanken von Sri Aurobindo:
„Alles Leben ist Yoga.“
Yoga bedeutet nicht, perfekt zu werden. Yoga bedeutet Verbindung. Verbindung mit dem, was ist. Auch mit den Anteilen in uns, die wir lieber nicht hätten.
Wir leben in einer Zeit, in der uns permanent Bilder präsentiert werden.
Durch Social Media, die Werbung, Erfolgsgeschichten auf diversen Kanälen, perfekte Körper und Beziehungen. DIE einige und wichtige Morgenroutine oder DIE perfekte Karriere. Je älter ich werde, desto mehr frage ich mich: Sind die Bilder wirklich alle meine? Oder habe ich sie übernommen? Wer bin ich dahinter? SAT NAM.
Nicht die „perfekte“ Version von mir, sondern die ehrliche. Die wahre. Die lebendige.
Gar keine so leichte Frage – aber zum Glück gibt es Menschen, Situationen und Methoden die uns helfen, dieser Frage auf den Grund zu kommen.
Meine ist Yoga, Atmen, Astrologie – Spüren und Austausch mit anderen.
Falls dich etwas anspricht, schau dich auf meiner Website um, und stöbere in meinem Angebot.
Ich wünsch dir einen erkenntnisreichen Tag – SAT NAM!
Lust, mich durch den AstroYoga Jahreskreis zu begleiten?
Mehr Infos und Anmeldung gibt es hier: https://www.lyn.vision/astroyoga-jahreskreis/









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