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Was bedeutet astrologische Beratung für mich?


Astrologie sagt mir nicht, was passieren wird. Sie hilft mir zu erkennen, was werden könnte.

Heute hatte ich nach einem Gespräch Tränen in den Augen.

Nicht, weil etwas Dramatisches passiert wäre. Sondern weil mir eine Klientin ein Feedback gegeben hat, das mich tief berührt und gleichzeitig in meiner Arbeit bestärkt hat.

Wir arbeiten mittlerweile seit ungefähr einem halben Jahr miteinander. Begonnen hat alles im Februar mit einer scheinbar recht konkreten Frage: Soll ich mich beruflich verändern?

Eine Frage, wie sie wahrscheinlich viele Menschen irgendwann in ihrem Leben kennen.

Doch wie so oft führte die Reise sehr schnell tiefer.

Plötzlich ging es nicht mehr ausschließlich um Beruf und Karriere. Es ging um Familie. Um Elternbilder. Um Erwartungen. Um Vorstellungen davon, wie man sein sollte und wie ein „richtiges“ Leben auszusehen hat.

Und schließlich um die vielleicht wesentlichere Frage:

Wie frei bin ich eigentlich darin, wirklich mein eigenes Leben zu leben?

Astrologie ist für mich eine Sprache

Ich sage in meinen Beratungen immer wieder: Ich kann nicht vorhersagen, was passieren wird.

Und ich möchte es auch gar nicht.

Denn ich glaube nicht an ein Leben, dessen Drehbuch bereits bis ins letzte Detail geschrieben wurde.

Das würde auch vielem widersprechen, was ich im Yoga, in meiner spirituellen Arbeit und gerade jetzt wieder sehr intensiv in meiner Nada-Yoga-Ausbildung erfahren und gelernt habe.

Für mich sind wir nicht einfach Figuren in einem bereits fertigen Film. Wir wirken an diesem Film mit. Wir treffen Entscheidungen. Wir reagieren. Wir verändern uns. Wir erschaffen.

Im Nada Yoga beschäftigt mich gerade sehr der Gedanke, dass Schöpfung aus der Stille entsteht.

Aus dem noch nicht Hörbaren entsteht Schwingung. Aus Schwingung entsteht Klang. Etwas bewegt sich nach außen, nimmt Form an – und kehrt irgendwann wieder zurück in die Stille.

Vielleicht ist auch unser Leben viel mehr so eine Bewegung, als wir manchmal glauben.

Nicht linear. Nicht vorherbestimmt.

Sondern in Wellen, Rhythmen und Zyklen.

Und genau hier begegnen sich für mich Astrologie, Yoga, Klang und meine Arbeit mit Menschen.

Was zeigt mir ein Horoskop wirklich?

Wenn ich ein Horoskop vor mir habe, sehe ich bestimmte Qualitäten.

Ich sehe Spannungen und Potenziale. Themen, die nach Entwicklung verlangen können. Zeiten, in denen Veränderung stärker in den Vordergrund tritt. Phasen, in denen Strukturen überprüft werden wollen oder etwas Neues nach Ausdruck sucht.

Aber ich weiß deshalb noch lange nicht, wie dieser konkrete Mensch diese Qualität lebt.

Das ist für mich ein ganz entscheidender Punkt.

Ein Horoskop ist kein fertiger Lebenslauf.

Es ist keine Gebrauchsanweisung.

Und es ist schon gar kein Urteil.

Es ist für mich vielmehr eine Sprache, die Hinweise geben kann.

Die eigentliche Bedeutung entsteht jedoch erst im Gespräch.

Wenn mir ein Horoskop beispielsweise Veränderung zeigt, kann diese Veränderung beruflich stattfinden. Sie kann eine Beziehung betreffen. Die Familie. Das eigene Selbstbild. Oder vielleicht muss sich zunächst überhaupt nur eine innere Haltung verändern, bevor im Außen etwas Neues möglich wird.

Das Horoskop zeigt die Qualität. Der Mensch zeigt mir seine Geschichte dazu.

Und genau deshalb empfinde ich astrologische Beratung immer mehr als einen gemeinsamen Prozess.

Manchmal weiß ich selbst nicht, wohin uns das Gespräch führt

Das Spannende ist: Auch nach all meiner Beschäftigung mit Astrologie sitze ich manchmal vor einem Horoskop und denke mir:

Was genau soll ich diesem Menschen jetzt eigentlich sagen?

Früher hätte mich das vielleicht verunsichert.

Heute glaube ich, dass genau darin etwas Wertvolles liegt.

Ich muss nicht schon vorher alles wissen.

Ich darf zuhören.

Ich darf Fragen stellen.

Ich darf beobachten, was in Resonanz geht.

Und ich kann das, was mir die astrologische Symbolsprache zeigt, mit dem verbinden, was der Mensch vor mir tatsächlich erlebt.

So entstehen manchmal Verbindungen, die auf dem Papier allein niemals sichtbar gewesen wären.

Und dann kam heute dieses Feedback

Meine Klientin erzählte mir, dass sie in den vergangenen Monaten parallel auch psychologische Gespräche geführt hatte.

Und sie wollte mir etwas rückmelden:

Unsere Gespräche hätten ihr auf eine besondere Weise geholfen. Sie habe sich danach immer wieder aufgerichtet, motiviert und positiv gestimmt gefühlt.

Das hat mich tief getroffen – im schönsten Sinn.

Ich hatte tatsächlich Tränen in den Augen.

Vielleicht auch deshalb, weil ich selbst in den vergangenen Jahren lernen durfte, ein Kompliment nicht sofort kleinzureden oder wegzuschieben.

Sondern es einfach anzunehmen.

Danke.

Nicht als Beweis dafür, dass eine Methode „besser“ wäre als eine andere. Psychologische und psychotherapeutische Arbeit hat ihren eigenen professionellen Stellenwert und ist mit astrologischer Beratung weder gleichzusetzen noch durch sie zu ersetzen.

Was mich berührt hat, war etwas anderes:

Offenbar gelingt es mir in meiner Arbeit immer wieder, Menschen darin zu unterstützen, sich selbst ein Stück klarer zu sehen.

Und vielleicht auch ein Stück aufrechter wieder hinauszugehen, als sie hereingekommen sind.

Live.Your.Nature

Plötzlich bekommt mein eigener Claim für mich noch einmal eine tiefere Bedeutung:

Live.Your.Nature.

Lebe deine Natur.

Aber was ist meine Natur eigentlich?

Was davon bin wirklich ich?

Und was habe ich irgendwann übernommen?

Von meinen Eltern.
Von meiner Familie.
Von der Gesellschaft.
Von Menschen, deren Anerkennung mir wichtig war.
Von Vorstellungen darüber, wer ich sein müsste, um richtig, erfolgreich, liebenswert oder sicher zu sein.

Vielleicht ist persönliche Entwicklung tatsächlich ein bisschen wie das Schälen einer Zwiebel.

Schicht für Schicht.

Nicht, um ein vollkommen neuer Mensch zu werden.

Sondern um irgendwann immer deutlicher bei dem Menschen anzukommen, der darunter längst da war.

Bei mir selbst.

Genau dafür möchte ich Astrologie verwenden.

Nicht um Menschen zu sagen, was passieren wird.

Nicht um Entscheidungen für sie zu treffen.

Und schon gar nicht, um ihnen Angst vor bestimmten Konstellationen oder zukünftigen Ereignissen zu machen.

Sondern um Fragen zu öffnen:

Wo stehe ich gerade?
Was möchte gesehen werden?
Welche Muster wirken noch?
Was darf ich loslassen?
Welche Qualität möchte gelebt werden?
Und was könnte mein nächster, wirklich eigener Schritt sein?

Das heutige Gespräch hat mich daran erinnert, warum ich diese Arbeit mache.

Und manchmal braucht es offenbar auch für mich jemanden, der mir einen Spiegel vorhält.

Heute war es meine Klientin.

Und dafür sage ich einfach:

Danke.


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