Von Salzburg, alten Erinnerungen und einer neuen „Familie“ – 30 Jahre point-s Österreich
Manchmal braucht es nur einen Blick, und plötzlich ist ganz viel Vergangenheit wieder da.
Als ich vor dem M32 stand und über Salzburg hinunterblickte, war das genau so ein Moment. Diese Stadt ist für mich mit vielen Erinnerungen verbunden. Mit Begegnungen, Freundschaften, beruflichen Stationen und Menschen, die über die Jahre auf eine gewisse Weise selbst zu Familie geworden sind.
Und vielleicht war es deshalb besonders stimmig, dass ausgerechnet Familie und Gemeinschaft an diesem Abend eine so große Rolle spielen sollten.
Ich durfte die Feier zu 30 Jahre point-s Österreich im M32 moderieren – im Rahmen der Generalversammlung, zu der die Gesellschafter gemeinsam mit ihren Familien nach Salzburg gekommen waren.
Wie ich eigentlich zu point-s gekommen bin
Auch diese Geschichte beginnt mit Familie. Oder zumindest mit einer Verbindung, die sich fast genauso anfühlt.

Bernd Nais und ich kennen einander nämlich nicht erst seit gestern. Seine Oma war meine Tagesmutter. Ich kam mit ungefähr zwei Jahren zu ihr, und Bernd und ich haben dadurch schon als Kinder sehr viel Zeit miteinander verbracht. Solche Verbindungen kann man schwer in eine Kategorie stecken. Sie gehören einfach zur eigenen Geschichte.
Viele Jahre später fragte mich Bernd, ob ich die 70-Jahr-Feier von Räder Nais in Graz in der Puchstraße moderieren würde. Natürlich habe ich Ja gesagt.
Und genau dort nahm die nächste Geschichte ihren Anfang.
Bei dieser Feier lernte ich Menschen aus dem Umfeld von Point S kennen. Schließlich fragte mich Geschäftsführer Michael Peschek-Tomasi, ob ich auch das 30-jährige Jubiläum von point-s Österreich moderieren möchte.
So führte mich also ein Weg, der im Grunde vor mehr als 50 Jahren bei meiner Tagesmutter begonnen hatte, irgendwann auf den Mönchsberg nach Salzburg. Manchmal sind die Linien des Lebens schon bemerkenswert.
Ankommen und trotzdem ein bisschen heimkommen
Einige Gesichter kannte ich bereits von der Feier in Graz, viele andere waren neu. Und trotzdem dauerte es nicht lange, bis aus Namen Menschen wurden und aus einem offiziellen Anlass ein sehr persönlicher Abend.
Wir waren schnell per Du, ich wurde herzlich aufgenommen und hatte tatsächlich das Gefühl, ein Stück weit in die point-s-Familie hineinzurutschen.

Dieser Begriff „Familie“ wird bei Unternehmen ja gerne verwendet. An diesem Abend hatte ich allerdings den Eindruck, dass er hier tatsächlich gelebt wird.
Das zeigte sich auch in den Gesprächen auf der Bühne. In den Geschichten aus 30 Jahren, in den Erinnerungen an die Anfänge und in dem Bewusstsein dafür, dass ein Unternehmen oder eine Kooperation letztlich immer von den Menschen lebt, die sie tragen.
Und diese Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt: Im Rahmen der AutoZum soll es noch einmal einen Blick zurück auf die Gründer, Ehrenmitglieder und die Geschichte von Point S geben. Vielleicht darf ich ja auch dort wieder ein kleines Stück davon begleiten.
Ein Abend über den Dächern von Salzburg
Das M32 hätte dafür kaum eine schönere Kulisse bieten können.
Der Blick über Salzburg, das viergängige Galadinner, die Live-Musik, die Technik, die Gespräche – vieles erinnerte mich an meine eigene intensive Zeit in Salzburg und an Veranstaltungen, die ich hier früher begleitet und erlebt habe.
Und dann treffe ich dort auch noch Doris Wild wieder.

Doris kenne ich ebenfalls seit vielen Jahren aus der Salzburger Eventzeit. An diesem Abend hat sie die Feier fotografisch festgehalten, und einige ihrer Bilder darf ich auch für diesen Beitrag verwenden. Wieder so eine Verbindung zwischen damals und heute.
Es war vertraut und gleichzeitig anders.
Vielleicht kennt ihr dieses Gefühl: Man kehrt an einen Ort zurück, an dem einmal viel Leben stattgefunden hat. Eigentlich kennt man alles – und trotzdem ist man selbst inzwischen eine andere geworden.
Genau das habe ich an diesem Abend gespürt.
Gemeinschaft zeigt ihren Wert nicht nur dann, wenn alles leicht ist
Was ich aus diesem Abend aber vor allem mitnehme, geht über die schönen Erinnerungen hinaus.
Wir leben gerade in einer Zeit, in der wirtschaftlich vieles herausfordernder geworden ist. Kosten steigen, Märkte verändern sich, Sicherheiten werden weniger selbstverständlich. Auch die Reifen- und Automobilbranche ist davon nicht ausgenommen.
Gerade dann zeigt sich, welchen Wert eine Gemeinschaft wirklich hat.
Zusammenhalt bedeutet nicht, dass es allen immer gleich gut geht.
Manchmal kann einer mehr tragen und ein anderer braucht Unterstützung. Ein anderes Mal drehen sich die Rollen um. Entscheidend ist, dass man nicht nur nebeneinander existiert, sondern miteinander verbunden bleibt.
Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen einem Netzwerk und einer Gemeinschaft.
Ein Netzwerk verbindet Strukturen.

Eine Gemeinschaft verbindet Menschen.
Und genau dieses Gefühl habe ich bei Point S an diesem Abend wahrgenommen: miteinander feiern, miteinander zurückblicken, Erfahrungen teilen – und gleichzeitig gemeinsam nach vorne schauen.
Als ich später wieder über Salzburg hinunterblickte, war da deshalb nicht nur Vergangenheit.
Da war auch dieses schöne Gefühl, dass sich manche Kreise im Leben tatsächlich schließen – und gleichzeitig schon wieder neue öffnen.
Danke an point-s Österreich, an Michael Peschek-Tomasi, an alle Gesellschafter:innen und Familien, an das Team des M32, an alle Mitwirkenden auf und hinter der Bühne und an Doris Wild für die wunderbaren Bilder.
Und natürlich danke an Bernd Nais.
Denn ohne eine Tagesmutter vor mehr als fünf Jahrzehnten hätte mich dieser Weg vermutlich nie nach Salzburg geführt.
Manchmal beginnt eine Geschichte eben sehr viel früher, als wir glauben.
… und endet schlussendlich um 4:00 früh in der Tanzbar Friesacher in Anif. ;-)
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Fotos: ©wildbild




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