Costa Rica & Energy Medicine Yoga
Costa Rica: Affenwecker, Vulkankrater & ein Longevity-Reset im Dschungel
(Energy Medicine Yoga Retreat im Blue Osa – meine Reise-Notizen)
Ich sag’s gleich, wie es ist: Costa Rica hat mein Herz bekommen – und San José hat mich zuerst ein bissl geerdet. 😄
Ich war eine Woche bei einem Energy Medicine Yoga® Longevity Retreat mit Lauren Walker und Blaine Wilkes im Blue Osa Retreat Center auf der Osa-Halbinsel im Süden von Costa Rica. Davor bin ich ein paar Tage früher nach San José geflogen, um mich zu akklimatisieren, anzukommen – und das Abenteuer alleine reisen wieder einmal ganz bewusst zu erleben.
Alleine reisen: Nervenkitzel inklusive
Allein zu fliegen ist so eine Sache: Außen wirkt man souverän („passt eh alles“), innen läuft ein kleiner Kontrollraum:
Ticket? Pass? Shuttle? Wo ist mein Gepäck? Wo ist mein Hirn, wenn ich’s brauche?
Und genau das war auch schön: dieses Gefühl, wieder selbst zu navigieren. Nicht perfekt. Aber lebendig.
San José: ehrlich – nicht hübsch, aber echt
San José hat mich optisch nicht umgehauen. Ich hatte mir – naiv romantisch – ein bisschen „Hauptstadt-Charme“ erwartet. Stattdessen: viel Verkehr, viel Beton, wenig „Wow“.
Aber: Costa Rica ist trotzdem spürbar ein Land mit Naturbewusstsein. Nachhaltigkeit ist kein Trend-Schild, sondern eher: „So machen wir das hier.“
Und weil Städte manchmal nur Sprungbretter sind, hab ich genau das gemacht: raus aus der Stadt – rein in die Natur.
Vulkan-Tage: Poás & Irazú – einmal Staunen bitte!
Ich hab Ausflüge gemacht, unter anderem zum Vulkan Poás (ja, dieser riesige Krater-Moment!) und zum Vulkan Irazú. Dazu kamen Stopps in Cartago (der alten Hauptstadt) und im Orosí-Tal – mit einer Kirche, die sich anfühlt wie eine kleine Zeitkapsel.

Diese Tage waren für mich wie eine Erinnerung an etwas sehr Einfaches:
Wenn die Natur groß wird, werden die eigenen Probleme oft automatisch kleiner.
Wir sind ein Stück gewandert, haben Aussicht geschluckt (im besten Sinn), Fotos gemacht – und ich hab innerlich gemerkt: Mein System fährt runter.
Anreise nach Blue Osa: 12-Sitzer, Landzunge & „Willkommen im Tropenmodus“
Der Transfer nach Blue Osa war übrigens schon das erste kleine Abenteuer: Am Samstag in der Früh ging’s mit einem Mini-Flieger (12-Sitzer) mit Sansa direkt ab San José nach Puerto Jiménez. Und ich sag’s dir: Das ist nicht „nur ein Flug“ – das ist ein Naturkino mit echten Special Effects.
Wir waren nicht wahnsinnig hoch unterwegs, wodurch man richtig viel gesehen hat: diese unfassbaren Grüntöne, das Meer mit der Landzunge, Flüsse, die sich wie Adern durch die Landschaft ziehen – und plötzlich wird einem klar, warum Costa Rica so ein „Naturbewusstseins-Land“ ist. Du siehst es. Du fühlst es. Du kannst’s nicht wegdiskutieren.
Und dann: Landung. Aussteigen. BAM – Tropen-Upgrade.
Es hatte ungefähr 28 Grad, und die Luftfeuchtigkeit war nicht „spürbar“, die war körperlich präsent. Fast 100 %, gefühlt. Es hat ein, zwei Tage gedauert, bis mein System verstanden hat: „Aha. Wir sind jetzt im Feuchte-Universum.“

Das Ungewohnte: Du ziehst ein Gewand an und merkst – das ist nicht „trocken“ wie daheim. Du steigst ins Bett und denkst: „Ok… alles hat so eine weiche, feuchte Note.“ Für uns Mitteleuropäerinnen ist das erst mal speziell.
Die schöne Seite: meine Haut hat’s geliebt.
Während meine Haare beschlossen haben, endgültig ihren eigenen Vertrag mit der Tropenluft zu unterschreiben, hat mein Körper an anderer Stelle einfach nur „Danke“ gesagt. 😄
Ankommen im Blue Osa: Natur pur – mit Solar-Regeln
Blue Osa. Ein Retreat Center direkt am Meer, mitten im Dschungel, naturbelassen und liebevoll von Henry, Alex und Yela geführt.
Und da wird Nachhaltigkeit wirklich gelebt: kein Föhn (weil alles über Solarenergie läuft).
Ganz ehrlich: Bei der Luftfeuchtigkeit wäre ein Föhn sowieso nur ein schlechter Witz gewesen. 😄
Meine Haare haben nach zwei Tagen ihren eigenen Lebensplan verfolgt – und meine Naturlocken waren so präsent wie selten. Costa Rica hat gesagt: „Live.Your.Nature.“
Affen als Wecker & Sonnenaufgang als Morgenritual
Jeden Tag ungefähr um 5 Uhr: Affen-Konzert. Laut. Wild. Unüberhörbar.
Und trotzdem: irgendwie magisch.

Ich hab es geliebt, vor Sonnenaufgang an den Strand zu gehen, mich hinzusetzen, Fotos zu machen, den Tag langsam starten zu lassen.
Diese stillen Minuten am Meer waren für mich fast so wertvoll wie jede Yogapraxis.
Essen wie im Retreat-Traum: dreimal täglich verwöhnt
Wir wurden dreimal am Tag bekocht – frische, nährende Küche, teils traditionell costa-ricanisch, teils vegetarisch/vegan orientiert.
Und wirklich: großartig.
So eine Ernährung macht nicht nur „satt“, sondern ruhig. Du merkst richtig, wie der Körper weniger arbeiten muss und mehr regenerieren kann.
5 Stunden Energy Medicine Yoga am Tag – und es wirkt
Das Retreat selbst war intensiv (und gleichzeitig sanft im besten Sinn):
ca. fünf Stunden täglich mit Praxis, Theorie, Energiearbeit, Longevity-Ansätzen – geführt von Lauren Walker (CEO & Gründerin von Energy Medicine Yoga) und Blaine Wilkes (CEO), die das mit einer Mischung aus Kompetenz und Herzlichkeit machen, die ich sehr schätze.

Und ja: Alles auf Englisch. Verständnistechnisch kein Problem – aber nach zwei Wochen (Spanisch + Englisch + mein Gehirn) hab ich gemerkt: Mein Kopf wird müde, wenn er dauernd „umrechnet“.
Smalltalk geht immer – aber tief philosophisch wird’s in einer Fremdsprache irgendwann zäh, weil Feinheiten fehlen. Das war eine echte Beobachtung für mich:
Nicht alles, was man versteht, kann man auch gleich „in Tiefe ausdrücken“.
Spürbarer Benefit: Nervensystem, Energie, Gelassenheit
Was ich mitgenommen habe, ist schwer in ein Foto zu packen – aber sehr leicht im Körper zu spüren:
mehr Ruhe im System
mehr Gelassenheit
mehr Klarheit
Und wenn ich die Brücke zur Wissenschaft schlagen darf: Für mich fühlt sich Energy Medicine Yoga oft an wie ein sehr praktischer Zugang zu dem, was wir aus der Stressforschung kennen:
Wenn du regelmäßig übst, gibst du deinem Körper Signale von Sicherheit, dein Nervensystem kann regulieren, du stärkst Interozeption (Körperwahrnehmung) und kommst aus dem Dauer-„On“ wieder mehr ins Regenerieren.
Spirituell gesagt: Energie fließt wieder.
Nüchtern gesagt: Dein System schaltet von Alarm auf Balance.
Und ganz ehrlich: Ich mag beides. 😉
Mein Fazit: Costa Rica war ein Reset – und eine Erinnerung
Diese Reise hat mir wieder gezeigt:
Du musst nicht „weiter“ werden, um mehr zu sein.
Manchmal reicht es, tiefer zu werden – in den Atem, in die Natur, in die tägliche Praxis, in die Stille.
Und ja: Nächstes Jahr geht’s weiter – und ich bringe diese Energie auch nach Hause.
Ausblick: Workshops 2026 (wenn du tiefer eintauchen willst)
Wenn dich Energy Medicine Yoga® interessiert:
Ich plane zwei Workshops – einen Grundworkshop im Soami im April und einen Intensivworkshop im November.
👉 Alle Infos findest du auf meiner Retreat-Seite: LINK
Wenn du Fragen hast: Schreib mir. Und wenn du spürst „da zieht’s mich hin“ – nimm das ernst. Dein Körper ist oft früher gescheit als der Kopf. 😉



Horizont Institut

Stefan Burghart


Martin Matzinger
